Robert Kropiunik für sein Lebenswerk geehrt

Im Rahmen der Wahl zu Kärntens Sportler und Sportlerin des Jahres im Casineum VELDEN wurde am 22.12.2018 unser Sektionsleiter, Cheftrainer Robert Kropiunik, vom Sportpresseklub Kärnten für sein Lebenswerk, seine Laufbahn als Sportler und Funktionär und seine unermüdliche Tätigkeit als Leichtathletiktrainer und Trainer verschiedenster Sportarten geehrt.

Aktive Karriere

Als mehrfacher Staatsmeister und Hallen-EM-Teilnehmer, sowie Teilnehmer an der Universiade in Turin erntete Robert Lorbeeren für seinen Trainingseinsatz. Seine Spezialdisziplin waren die 400m Hürden, jedoch glänzte er auch im Mehrkampf und in allen Staffelsdisziplinen auf regionaler und nationaler Ebene. Als großer Mentor stand ihm stets Alt-Landeshauptmann Leopold Wagner – seinerzeit Obmann des KLC – zur Seite.

Bei den Kärntner SportlerInnenwahlen stand er mit auf der Bühne – von der Bundesregierung wurde er einst zum „Vorbild für die Jugend“ Österreichs ernannt.

Seine eigene Karriere beendete er sehr früh und widmete sich fortan seiner Arbeit als Pädagoge und der Trainertätigkeit.

Skibob National-Trainer

Auch über die Leichtathletik hinaus war Robert für sein gutes Auge und Konditionstraining bekannt. Der ÖSV wollte ihn für die Alpin-Ski-Nationalmannschaft anheuern – er jedoch entschied sich für die Skibob-Nationalmannschaft. Die Arbeit mit dem vermeintlich „schwächsten“ Glied im ÖSV, den Skiboblern, machte die AthletInnen konditionell so stark , dass sie EM- und WM-Titel in Serie einfuhren. Gerhild Schiffkorn z.B. wurde sogar zur Österreichischen Sportlerin des Jahres gewählt.

Welch‘ Kondition die Skibobler durch die harten Einheiten ihres Trainers hatten, zeigte sich ua auch beim 4:3-Sieg im Fußballmatch gegen eine Auswahl des Sportpresseklubs.

Skilehrer

Edi Finger schrieb darüber in einer Kolumne: Die Flattnitz wird immer mehr zum Skizentrum von Format. Zurzeit führt Professor Robert Kropiunik, bewährter 400-m-Hürden-Läufer und mehrfacher Leichtathletik-Staatsmeister, die Skihaserln in die Kunst des weißen Sportes ein …

Fußball

Selbst früher aktiver Kicker ua bei Austria Klagenfurt, Nötsch, ATUS Ferlach und Polizei Klagenfurt wurde er im Jahr 1967 von keinem geringeren als Gerdi Springer ins Team der Austria Klagenfurt geholt. Den Kickern verhalf er zu schnellen Beinen, da durften auch Meditationsübungen im Wald nicht fehlen – ganz nach dem Vorbild von Ajax Amsterdam.

Mehr als 30 Jahre später sprinteten die Kicker des FC Kärnten und die Jung-Fußballer der Akademie nach seinem Pfeiferl. Zuvor machte er einen „Ausflug“ aufs Parkett und drillte die Wörthersee-Piraten. Der viele Schweiß von Videka und Co. blieb nicht unbelohnt – mit dem österreichischen Vizemeistertitel gelang der größte Erfolg der Klubgeschichte.

Tennis-Akademie

In den 90er Jahren war Robert der Gründer der Tennis-Akademie, in der sämtliche Tennis-Talente des Landes in einer Kaderschmiede zusammengeführt wurden. Namen wie Christian Scheider, Gerald Mikscha, Christina Habernig und Mike Kröpfl waren unter seinen Fittichen.

Rekorde in vier Leichtathletik-Disziplinen

Als Leichtathletik-Trainer ist er Meister seines Faches. In vier verschiedenen Disziplinen trainierte er seine Schützlinge zu österreichischen Rekordhaltern. Legendär die Verbesserung des 800-Meter-Rekordes von Rudi Klaban durch Oliver Münzer. Im Hochsprung verhalf er Walter Gurker zu Höhenflügen. 30 Jahre hielt der Diskusrekord von Georg Frank, die 300-Meter-Hürden-Bestmarke von Tanja Granig aus den 90er Jahren hat bis heute ihre Gültigkeit.

Kärntner Trainings- und Leistungszentrum Klagenfurt

Mehr als ein Jahrzehnt plante Robert am Kärntner Trainings- und Leistungszentrum Klagenfurt. 17-Sportfachverbände plus das Universitätssportinstitut Klagenfurt sollten unter einem Dach ihre Heimat finden. Nicht nur, dass damit sämtliche dringend notwendigen Trainingsstätten verschiedenste Sportarten befriedigt gewesen wären, es hätte auch eine weit über die Kärntner Grenzen hinaus einzigartige Symbiose unter AthletInnen und TrainerInnen stattfinden können. Trotz fertigem Einreichplan, scheiterte das Projekt an der damaligen Politik.

LA-Offensive

Bereits vor 40 Jahren gründete Robert gemeinsam mit Walter Grabul die KLC-Talenteshow, die auch heuer noch zwei Mal pro Woche hunderte Jugendliche auf den Platz lockt. Dem nicht genug – begeisterte der damalige Pädagoge Anhand einer Schuloffensive Lehrerkollegen und SchülerInnen zur Ausübung der Leichtathletik im Rahmen des Turnunterrichtes. Heute – 40 Jahre später – ist er mit einem unglaublichen Antrieb ausgestattet nicht müde, mit seinem Team, im Rahmen eines KLV-Projektes tausende Kinder in der Leopold Wagner Arena und in der Sportpark-Halle zu unterrichten.

Herzliche Gratulation zu dieser Auszeichnung!